Arnold Johannes Jäger, Beleuchtungsmeister & Eurythmist [zum Inhalt]
 

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O Mensch lerne tanzen!
Sonst wissen die Engel im Himmel
nichts mit dir anzufangen.

(Angustinius)

Was ist Eurythmie?

Viele haben zu dieser Frage geschrieben und es gibt etliche Seiten im Internet um zu dieser Frage Antworten zu finden.
Hier wird die Frage nicht weiter behandelt.

Im Vortrag »Eurythmie, was sie ist und wie sie entstanden ist« vom 26. August 1923*) beschreibt Rudolf Steiner auch die Anwendung der Eurythmie in der Pädagogik und in der Therapie. Aus aktuellem Anlaß möchte ich hier zwei Zitate bringen, die auf eine Gefahr hinweisen, die Rudolf Steiner offensichtlich voraussah. Nach dem er die Eurythmie in der Pädagogik geschildert hatte, sagte er folgendes:

»... Aber man muß durchaus sich klar sein darüber, daß wenn man einseitig bloß die Eurythmie in die Schule hineinstellen würde, sie nicht als Kunst würdigen würde, so würde man die Schule mißverstehen. Eurythmie gehört zunächst als Kunst in das Leben hinein wie die anderen Künste. Und wie wir die anderen Künste lernen, wenn sie draußen blühen, so kann auch Eurythmie in der Schule nur gelehrt werden, wenn sie wirklich als Kunst in der Zivilisation anerkennen und gewürdigt wird. ...«

Der andere Hinweis, den ich hier bringe, bringt Rudolf Steiner nach dem er die Eurythmie in der Therapie vorgestellt hat.

»... Aber das alles wird nur mit allen Dependancen bestehen können, wenn die Eurythmie als Kunst voll entwickelt wird. ...«

Dieser Vortrag beschreibt, wie die Eurythmie in der Bewegung der Sprache urgründet. Am Ende dieses Vortrages wird auch die Lichteurythmie beschrieben. Diesen Vortrag kann ich auch als Einführung empfehlen.

*) Gedruckt in GA 279 »Eurythmie als sichtbare Sprache« und im Taschenbuch »Eurythmie« Rudolf Steiner-Verlag


Hier folgt noch ein Text aus der Sicht von Ehrenfried Pfeiffer. Er ist auch ein Pionier der Eurythmie-Beleuchtungskunst.

»... Rudolf Steiner hatte eine neue Kunstform geschaffen - Die Eurythmie -, die Kunst der Bewegung des Körpers im Einklang mit den inneren Bewegungen des gesprochenen Wortes. - Tanz ist nicht der richtige Ausdruck, denn Eurythmie hat nichts mit dem einstigen Tempeltanz und noch weniger mit modernem Tanz zu tun. - Die Bildung eines Lautes, Vokal oder Konsonant, löst feinere Bewegungen im menschlichen Körper, in den Flüssigkeiten, Knochen, Muskeln aus - die Äußerung des Lautes, der vermittels des Kehlkopfes, der Stimmbänder, von Mund und Lippen durch den Atem nach außen getragen wird, ist nur ein kleiner Teil des ganzen Prozesses, der zur Sprache führt. In der Eurythmie wird der Versuch unternommen, durch Bewegung des Körpers und seiner Glieder die ursprüngliche Kraft oder das ursprüngliche Gesetz, welches in der Erzeugung des Lautes lebt, zum Ausdruck zu bringen.«

(Ehrenfried Pfeiffer)

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* Arnold Johannes Jäger * Beleuchtungsmeister & Eurythmist * www.beleuchtungskunst.de * 12/2017 *

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